Innerhalb kurzer Zeit hat die COVID-19 (Coronavirus SARS-CoV-2) Pandemie unser Leben weltweit grundlegend verändert mit massiven Auswirkungen auf alle grundlegenden Systeme: von Gesundheit und Wohlbefinden über Wirtschafts-, Finanz- und politische Systeme bis hin zur Lebensmittelproduktion und Lieferketten bis hin zu Bildung, Arbeit und sozialem Leben. Es zeigt die systemische Natur des Risikos in einer stark vernetzten Welt, die bestehende Governance-Mechanismen herausfordert. Daher müssen Gesellschaften lernen und neue Ansätze entwickeln, um mit diesen systemischen Risiken umzugehen.
Mit dem Klimawandel verbundene systemische Risiken haben das Potenzial, eine noch größere Bedrohung darzustellen als die der COVID-19-Pandemie. Beide Krisen erfordern einen globalen Ansatz, beide bedrohen das Erreichen der Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs) und ein Aufschub verschlimmert die Situation. In beiden Fällen sind die Armen überproportional betroffen. Wie bei der COVID-19-Kommunikation spielen gefälschte Nachrichten und soziale Medien eine wichtige Rolle, und Wissenschaft, Technologie und Regierungsführung sind entscheidend für die gesellschaftliche Widerstandsfähigkeit angesichts der systemischen Risiken des Klimawandels.
Wir wollen diskutieren, ob das durch COVID-19 gewonnene systemische Risikobewusstsein auf systemische Klimarisiken übertragbar ist – und umgekehrt? Was sind die Lessons Learned in beiden Richtungen und welche Schlussfolgerungen können gezogen werden?
Programm-Download werden auf dieser Seite erläutert (Version 23.09.2022)
Cornelia Betsch (Universität Erfurt), Fiona Charlson (Universität Queensland), Carina Fearley (University College London), Tatjana Filatowa (Technische Universität Delft), Matthias Garschagen (Ludwig-Maximilians-Universität München), Ian Goldin (Universität von Oxford), Stéphane Hallegatte (Weltbank), Stephan Lewandowsky (Universität Bristol), Reinhard Metzler (Internationales Institut für angewandte Systemanalyse), Ilan Noi (Victoria University of Wellington), nuria oliver (ELLIS-Alicante-Stiftung), Michael Puma (Universität von Columbia), Markus Reichstein (Max-Planck-Institut für Biogeochemie Jena), Aromar Revi (Indisches Institut für menschliche Siedlungen), Yasuyuki Sawada (Universität Tokio), Cass Sunstein (Harvard Universität), Zinta Sommers (Vereinte Nationen,UNOCHA)
Mäßigung: Emil Wilson (ODI)
Von Juni 21 - 23, 2023 treffen wir uns in Hannover auf der Schloss Herrenhausen für die Herrenhäuser Konferenz „Klimakrise und systemische Risiken: Lehren aus COVID-19“
Die VolkswagenStiftung bietet Reisestipendien für Nachwuchswissenschaftler (Doktoranden und frühe Postdocs bis zu 5 Jahren seit der Promotion) oder junge Berufstätige, die im Bereich Klimawandel und COVID-19 arbeiten (z. B. Verhaltens- und Kommunikationswissenschaften, Auswirkungen von Klimaextremen, Kritische Infrastrukturen, Datenwissenschaften, DRR, Wirtschaft und Transportketten, Ernährungssysteme, Governance und Recht, Gesundheit & Psychologie und Systemische Risiken). Bewerber können eines von bis zu 25 Stipendien gewinnen, um an der Herrenhausen-Konferenz „Klimakrise und systemische Risiken: Lehren aus COVID-19“ vom 21. bis 23. Juni 2023 in Hannover, Deutschland, teilzunehmen. Erfolgreiche Bewerber erhalten die Chance, sich zu präsentieren ihre Forschung/Projekt in einem 2-minütigen Lightning-Talk und während der Postersessions. Die Reisestipendien beinhalten die Reisekosten nach Hannover, Visagebühren (falls zutreffend) sowie die Unterkunft in Hannover.
Bitte bewerben Sie sich bis zum 09 über das Online-Bewerbungsformular (bitte beachten Sie, dass wir keine Bewerbungen nach Ablauf der Frist annehmen): Zur Bewerbung
Die Teilnehmer werden von den Organisatoren ausgewählt. Die Annahme basiert auf der Qualifikation des Bewerbers sowie auf Relevanz, Originalität und dem Potenzial, zu den Zielen der Konferenz beizutragen. Ende November 2022 werden wir die Bewerberinnen und Bewerber über die Ergebnisse informieren.
Bitte kontaktieren Sie Stefanie Burkert (MPI für Biogeochemie, Jena, Deutschland) , wenn Sie Fragen zur Organisation der Konferenz haben.