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Indigenes Wissen in transdisziplinärer Forschung und Lehre: Erfahrungen aus Afrika

Das Webinar stützt sich auf Erfahrungen aus Afrika, insbesondere aus Südafrika und Uganda.
In den Kalender 2026-03-04 14:00:00 UTC 2026-03-04 15:30:00 UTC UTC Indigenes Wissen in transdisziplinärer Forschung und Lehre: Erfahrungen aus Afrika Das Webinar greift auf Erfahrungen aus Afrika, insbesondere aus Südafrika und Uganda, zurück. https://council.science/events/indigenous-knowledge-transdisciplinary-africa/

Organisiert in Partnerschaft mit:

Über die Reihe: Wissenschaft und indigene Wissenssysteme

Die Wechselwirkung zwischen (konventioneller) Wissenschaft und indigenem Wissen und Erkenntnisweisen kann von Auseinandersetzung und Aneignung bis hin zu Verhandlung und Erweiterung reichen.

Die Überlegung, wie diese Interaktion gestaltet werden kann, erfordert die Entwicklung robuster epistemologischer, ontologischer, methodologischer und ethischer Rahmenbedingungen sowie die Auseinandersetzung mit Machtverhältnissen, die in Themen wie geistigem Eigentum, Zustimmung und Regierungsführung verankert sind.

Die Webinarreihe wird diese Wechselwirkungen und Spannungen in verschiedenen Kontexten und Regionen untersuchen, da lokale Gegebenheiten und Besonderheiten für deren Verständnis unerlässlich sind.

Aufnahme

Sie können sich die Aufzeichnung des Webinars ansehen. werden auf dieser Seite erläutert.

Video ansehen

Das erste dieser Webinare konzentrierte sich auf den afrikanischen Kontext und bezog sich dabei insbesondere auf Erfahrungen aus Südafrika und Uganda. Dabei wurden drei Themenbereiche behandelt:

1. Transdisziplinäre Forschung im afrikanischen Kontext

Norma Romm erläuterte transdisziplinäre Forschung in Afrika als praktischen Ansatz für die Arbeit mit indigenem Wissen. Konkret bedeutet dies, akademische Wissenschaft mit afrikanischen indigenen Wissenssystemen vor Ort zu verbinden, um Ergebnisse zu erzielen, die sozial verankert, kulturell relevant und direkt für Prioritäten wie nachhaltige Entwicklung, Ernährungssicherheit und Gesundheit nutzbar sind.

In der Sitzung wurde auch hervorgehoben, warum dies wichtig ist: Afrikanische Wissenstraditionen wurden durch die Kolonialgeschichte oft vernachlässigt, und transdisziplinäre Ansätze helfen dabei, das, was als „Expertenwissen“ gilt, neu zu definieren.

Speaker:

Norma Romm
Professor Extraordinarius, University of South Africa

2. Ethnowissenschaft und Ethnomedizin in Afrika für den sozialen Zusammenhalt

Daniel Buyinza zeigte, wie Ethnowissenschaft und Ethnomedizin in Afrika als praktische Grundlage für den sozialen Zusammenhalt dienen können. Das indigene Wissen Afrikas kann erklären, wie Gemeinschaften die Natur verstehen, Ressourcen verantwortungsvoll nutzen und Traditionen in Bereichen wie Landwirtschaft, Medizin, Sicherheit, Ökologie und sozialer Organisation bewahren.

Er erläuterte, wie gemeinsame Forschungsprojekte durchgeführt werden können, die traditionelle Beobachtung und kollektive Interpretation mit moderner Wissenschaft verbinden und die Forschung in den Beziehungen der Gemeinschaft verankern. Er hob zudem die Rolle der Ethnomedizin für das kulturelle Erbe und die globale Gesundheit hervor und schlug gemeinschaftlich organisierte Austauschprozesse, die Einbeziehung Ältester, die Integration von Bildung und kollaborative Forschung zum Wohle aller vor.

Speaker:

Daniel Buyinza
Dekan der Naturwissenschaftlichen Fakultät, Kabale-Universität

3. Indigene Wissensgenerierung und Dekolonisierung der Bildung in Afrika

Francis Akena Adyanga untersuchte, was es bedeutet, Bildung zu dekolonisieren, indem indigene Wissensformen und gemeinschaftlich getragene Wissensproduktion in den Mittelpunkt gestellt werden. Anhand von Erfahrungen aus einem Projekt zur Bekämpfung der Stigmatisierung von HIV-Infizierten in Norduganda zeigte er, wie generationenübergreifendes Lernen, bei dem Älteste als Mitgestalter und Bewahrer kulturellen Wissens fungieren, die Schulbildung kulturell fundierter und sozial wirksamer gestalten kann.

Er sprach über gemeinschaftsbasierte, gemeinsam entwickelte Lehrpläne, die indigene Lehren mit zeitgenössischen Erkenntnissen verbinden, und darüber, wie dieser Ansatz den Unterricht verändern, Inklusion stärken und die Gesundheitserziehung verbessern kann. Die Keynote eröffnete eine Diskussion über Möglichkeiten zur Dekolonisierung des Bildungswesens in Uganda und ganz Afrika.

Speaker:

Francis Akena Adyanga
Dekan für Bildung, Kabale University, Uganda


Kontakt

Bei Fragen oder Anfragen wenden Sie sich bitte an uns. Megha Süd, ISC Senior Science Officer

Megha Süd

Megha Süd

Leitender Wissenschaftsoffizier

Internationaler Wissenschaftsrat

Megha Süd

Foto: Anton Eitzinger (CIAT) via flickr (CC BY-NC-SA 2.0)

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