Co-gehostet von ASAPbio, Universität Leiden Zentrum für Wissenschafts- und Technologiestudien (CWTS), DORAund die Internationaler Wissenschaftsrat Das Treffen (ISC) markierte einen wichtigen Schritt hin zu einer stärkeren Koordinierung innerhalb der Reformgemeinschaft. Die Teilnehmer hoben die klare Wechselbeziehung zwischen Publikationspraktiken und Forschungsbewertungssystemen hervor und stellten fest, dass nachhaltige Systemveränderungen eine engere Zusammenarbeit und, wo möglich, eine Angleichung der Prioritäten erfordern.
Im Mittelpunkt der Diskussionen standen zentrale Herausforderungen an der Schnittstelle von Publikationswesen und Forschungsbewertung, darunter die übermäßige Abhängigkeit von zeitschriftenbasierten Indikatoren, die Abhängigkeit von selektiven bibliografischen Datenbanken, die begrenzte Anerkennung von Peer-Review und anderen wesentlichen Forschungsaktivitäten sowie die übermäßige Fokussierung auf Zeitschriftenartikel im Verhältnis zu anderen Forschungsergebnissen.
In Arbeitsgruppen erörterten die Teilnehmenden praktische Lücken bestehender Initiativen, den Bedarf an robusteren Metadaten und Infrastrukturen zur Erfassung vielfältiger Forschungsbeiträge sowie Strategien zur Einbindung unterrepräsentierter Gruppen und wichtiger Entscheidungsträger wie Universitätsleitungen und Förderinstitutionen. Sie betonten zudem die Bedeutung fachspezifischer Ansätze, die Professionalisierung der Forschungsbewertung, die Förderung der gemeinschaftlichen Steuerung von Infrastrukturen und die Entwicklung interoperabler, global fundierter Standards und Metadatenrahmen.
Der Workshop verdeutlichte zwar die Komplexität der bevorstehenden Herausforderungen, bekräftigte aber gleichzeitig das Potenzial koordinierter, vielschichtiger Maßnahmen für einen nachhaltigen Wandel. Die Teilnehmenden stellten fest, dass zwar bereits viele vielversprechende Initiativen existieren, eine stärkere Vernetzung dieser Initiativen und eine bessere sektorübergreifende Abstimmung jedoch unerlässlich sind, um festgefahrene Normen zu verändern und eine kohärentere globale Landschaft für die Bewertung und Verbreitung von Forschungsergebnissen zu schaffen.
Der Workshop stellt einen wichtigen Schritt in den gemeinsamen Bemühungen dar, ein Forschungsökosystem aufzubauen, das vielfältige wissenschaftliche Beiträge umfassender würdigt, die Qualität und Integrität der Forschung stärkt und inklusivere und gerechtere Praktiken über Disziplinen und Regionen hinweg fördert.
Die in Pisa gewonnenen Erkenntnisse werden in zukünftige, umfassendere Aktivitäten einfließen, darunter ein vom ISC einberufenes Treffen. Forum zum Thema Publizieren und Forschungsbewertungum der globalen Forschungsgemeinschaft breitere Möglichkeiten zu eröffnen, zu den nächsten Phasen dieser Arbeit beizutragen und sie mitzugestalten.
An dem Workshop nahmen Vertreter eines breiten Bündnisses von Organisationen teil, die sich für Reformen im gesamten Forschungssystem einsetzen, darunter:
