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Wissenschaftlicher Beirat der Vereinten Nationen verabschiedet wegweisende Erklärung zu Open Science

Bei seiner zweiten jährlichen Klausurtagung verabschiedete der Wissenschaftliche Beirat des UN-Generalsekretärs (SAB) eine wegweisende Erklärung zur offenen Wissenschaft. Der Internationale Wissenschaftsrat fungierte dabei als federführender Koordinator.

Die Aussage betont, dass Open Science für die Forschung, die Vernetzung von Wissenschaft mit Politik und Gesellschaft sowie für die Bekämpfung globaler Ungleichheit von entscheidender Bedeutung sei, warnt aber gleichzeitig davor, dass der Nutzen dieser Technologie durch die zunehmenden Hürden für die internationale Zusammenarbeit gefährdet sei. Der SAB forderte die Weltgemeinschaft auf, Open Science zum Wohle aller aktiv voranzutreiben. 

Über die Wissenschaftlicher Beirat des UN-Generalsekretärs 

Der Wissenschaftliche Beirat des Generalsekretärs (SAB) und das zugehörige globale Netzwerk wissenschaftlicher Institutionen sind ein unverzichtbares Forum, um UN-Vertretern unvoreingenommene und auf Fakten basierende Beratung zu den neuesten wissenschaftlichen und technologischen Entwicklungen zu bieten.   

Der SAB soll sicherstellen, dass wissenschaftliche Entwicklungen zur Bewältigung der globalen und komplexen Herausforderungen unserer Zeit genutzt werden. Er liefert dem UN-Generalsekretär und dem UN-System im weiteren Sinne die notwendigen Erkenntnisse und Erkenntnisse, um sich in einer sich schnell verändernden Welt effektiv zurechtzufinden, indem er sich mit Fragen an der Schnittstelle von Wissenschaft, Technologie, Ethik, Governance und Nachhaltigkeit befasst.  

Wie ist der Internationale Wissenschaftsrat am SAB beteiligt?  

Als Teil des globalen Netzwerks wissenschaftlicher Institutionen des SAB trägt der International Science Council (ISC) zur Arbeit des Gremiums bei, indem er wissenschaftliche Erkenntnisse, Ressourcen und Ratschläge bereitstellt, die von den vielfältigen globalen Mitgliedern des ISC stammen. 

Der ISC unterstützt den SAB sowohl formell als auch informell. Er hat wichtige ISC-Publikationen veröffentlicht, Horizon Scanning-Übungen zur Identifizierung zukünftiger Trends unterstützt, Experten für Rundtischgespräche und Briefings empfohlen, Ratschläge zu effektiven wissenschaftspolitischen Mechanismen und Modalitäten gegeben und die Arbeit und Prioritäten der ISC-Mitglieder unterstützt. Darüber hinaus hat der ISC die Zusammenarbeit zwischen dem SAB und dem UN-Freundesgruppe für Wissenschaft zum Handeln, für das das ISC neben der UNESCO als Sekretariat fungiert. Durch diese Bemühungen trägt das ISC dazu bei, die Verbindung zwischen Wissenschaft und Politik im gesamten UN-System zu stärken. 

Die SAB-Klausur: Erstes Treffen des Netzwerks  

Am 11. und 12. September 2025 veranstaltete der SAB seine zweite Klausurtagung. Dabei kamen die Mitglieder des SAB und sein Netzwerk wissenschaftlicher Institutionen zusammen, um eine wertvolle Plattform für offenen Dialog und Zusammenarbeit zu schaffen. Die Klausurtagung nutzte die Dynamik, die durch die Veröffentlichung und Herausgabe des SAB entstanden war. Wissenschaftliche Kurzberichte und damit verbundene Aktivitäten. Es stellte einen wichtigen Meilenstein in der Festigung der Zusammenarbeit zwischen wissenschaftlichen Gremien, dem UN-Generalsekretär und dem UN-System dar, um sicherzustellen, dass wissenschaftliche Erkenntnisse direkt in politische Maßnahmen umgesetzt werden können. Der ISC war auf der Tagung vertreten durch Der gewählte Präsident Robbert Dijkgraaf, unterstützt vom ISC-Senior-Repräsentanten beim UN-System, Morgan Seag

Bei der diesjährigen Klausurtagung verabschiedete der Vorstand einen Meilenstein Stellungnahme zu Open Science. Der ISC hatte die Ehre, die Vorbereitung dieser Erklärung zu leiten und stützte sich dabei auf die umfangreiche Arbeit zu Open Science um wichtige Botschaften, Erkenntnisse und Handlungsaufforderungen von SAB-Mitgliedern und Netzwerkinstitutionen zusammenzutragen.

In dieser Erklärung betonte der SAB, dass Open Science entscheidende Vorteile für die Vitalität der Forschung, für die Vernetzung der Wissenschaft mit politischen Entscheidungsträgern und der Gesellschaft sowie für die Bekämpfung globaler Ungleichheit bietet. Open Science und seine Vorteile seien jedoch bedroht, da weltweit angesichts sich schnell verändernder geopolitischer und wirtschaftlicher Kontexte Barrieren für die wissenschaftliche Zusammenarbeit zunehmen.

Der SAB rief die Weltgemeinschaft dazu auf, die offene Wissenschaft zum Wohle aller aktiv voranzutreiben und niemanden zurückzulassen. 

Förderung wissenschaftlicher Beiträge zu UN-Politikdiskussionen 

Während der gesamten Klausurtagung, die auch Diskussionen mit UN-Generalsekretär António Guterres sowie der stellvertretenden Generalsekretärin Amina Mohammed und dem Untergeneralsekretär Guy Ryder umfasste, Prof. Dijkgraaf Außerdem wurden wichtige Punkte des ISC vermittelt, um die Beziehung zwischen Wissenschaft und Entscheidungsfindung weiter zu verbessern.

Prof. Dijkgraaf wies darauf hin, dass die Bereitstellung von Beweisen zwar unerlässlich sei, es aber ebenso wichtig sei, diese in einer für politische Entscheidungsträger verständlichen und umsetzbaren Weise zu präsentieren. Der ISC betonte die Notwendigkeit wissenschaftlicher Vermittlung, um diese Lücke wirksam zu schließen, und zwar mit Beiträgen, die sowohl angebots- als auch nachfrageorientiert sind.  

Prof. Dijkgraaf betonte zudem die Notwendigkeit von Schnittstellen zwischen Wissenschaft und Politik, um ein breites Spektrum an Wissensperspektiven aus allen wissenschaftlichen Disziplinen, einschließlich der Sozialwissenschaften, sowie transdisziplinäre Perspektiven zu integrieren und so die Lokalisierung der Wissenschaft zu unterstützen. Dies stellt sicher, dass eine Vielzahl von Stimmen, insbesondere aus unterrepräsentierten Regionen, Gehör finden, und trägt zu effektiveren Entscheidungen und umsetzbaren Lösungen bei.  

Bei der Klausurtagung forderte das ISC außerdem ein stärkeres Engagement der weltweiten wissenschaftlichen Gemeinschaft, um angesichts dringender ökologischer, technologischer und geopolitischer Herausforderungen eine auf Fakten basierende Entscheidungsfindung zu fördern. 

Ein Höhepunkt der SAB-Klausur war ein Abendempfang, der gemeinsam von den Ständigen Vertretungen Singapurs und Südafrikas bei den Vereinten Nationen ausgerichtet wurde. Der Empfang brachte SAB-Mitglieder, Leiter globaler Wissenschaftsinstitutionen und Vertreter der Mitgliedstaaten zusammen. Prof. Dijkgraaf sprach auf der hochrangigen Eröffnungsrunde der Veranstaltung, die sich mit den Auswirkungen von Fehl- und Desinformation auf Wissenschaft und Wissenschaftsdiplomatie befasste.  

Durch seine Partnerschaft mit dem SAB und dessen Netzwerk setzt sich das ISC dafür ein, dass die Wissenschaft eine zentrale Rolle bei der Gestaltung von Richtlinien für eine widerstandsfähigere und gerechtere Zukunft spielt. Das ISC freut sich darauf, den SAB weiterhin zu unterstützen und die Arbeit der ISC-Mitglieder zu nutzen und zu verstärken, um evidenzbasierte Entscheidungen zu unterstützen und die Wissenschaft als globales öffentliches Gut voranzubringen. 


Bild von Maarten Deckers on Unsplash

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