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Positionspapier

Die stille Arbeit des Wandels: Wissenschaft und Technik beim entscheidenden Sprung ins Jahr 2030

Positionspapier der Hauptgruppe der wissenschaftlichen und technologischen Gemeinschaft für das Hochrangige Politische Forum für nachhaltige Entwicklung 2026

Das hochrangige politische Forum für nachhaltige Entwicklung 2026 findet in einer entscheidenden Phase für die Agenda 2030 statt. Die in diesem Jahr überprüften Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs) – SDG 6 (Sauberes Wasser und Sanitärversorgung), 7 (Bezahlbare und saubere Energie), 9 (Industrie, Innovation und Infrastruktur), 11 (Nachhaltige Städte und Gemeinden) und 17 (Partnerschaften zur Erreichung der Ziele) – sind eng mit umfassenderen Transformationen in den Bereichen Energiesysteme, Stadtentwicklung, Infrastruktur, Umweltpolitik und internationale Zusammenarbeit verknüpft.

Dieses Positionspapier wurde vom Internationalen Wissenschaftsrat und dem Weltverband der Ingenieurorganisationen als Mitveranstalter der Hauptgruppe der wissenschaftlichen und technologischen Gemeinschaft bei den Vereinten Nationen. Es untersucht, wie Wissenschaft und Technik zur Umsetzung der sechs im Globalen Bericht für nachhaltige Entwicklung 2023 identifizierten Transformationsansätze beitragen:

  1. Menschliches Wohlbefinden und Fähigkeiten
  2. Nachhaltige und gerechte Wirtschaftssysteme
  3. Nachhaltige Ernährungssysteme und gesunde Ernährungsmuster
  4. Energiewende mit universellem Zugang
  5. Stadt- und stadtnahe Entwicklung
  6. Globale Umweltgemeinschaften

Die Arbeit stützt sich auf Fallstudien, die über ein offener globaler AufrufSie umfassen unterschiedliche geografische Regionen, Sektoren und Größenordnungen. Zusammen zeigen sie, dass die Umsetzung von kontextspezifischen Kombinationen aus wissenschaftlichem Wissen, institutionellen Kapazitäten, Finanzierung, Infrastruktur, öffentlicher Beteiligung und langfristiger Koordination abhängt.

Durch die Präsentation fundierter Erfahrungen aus der gesamten wissenschaftlichen und technologischen Gemeinschaft möchte dieses Papier die Delegierten des Hochrangigen Politischen Forums für nachhaltige Entwicklung 2026 und die breitere Gemeinschaft der nachhaltigen Entwicklung dabei unterstützen, praktische Wege zur Beschleunigung der integrierten Umsetzung der Ziele für nachhaltige Entwicklung in den entscheidenden Jahren bis 2030 zu finden.


Die stille Arbeit des Wandels: Wissenschaft und Technik beim entscheidenden Sprung ins Jahr 2030

DOI: 10.24948 / 2026.04


Kernaussagen

  1. Die Herausforderung besteht nicht mehr darin, die notwendigen Transformationen zu identifizieren, sondern darin, sie umzusetzen: Die für die Erreichung der SDGs erforderlichen Transformationen sind mittlerweile gut etabliert, insbesondere durch die sechs im Globalen Nachhaltigkeitsbericht 2023 identifizierten Transformationsansätze. Dennoch wird der Fortschritt weiterhin durch fragmentierte Umsetzungssysteme gebremst, die Schwierigkeiten haben, Evidenz, Finanzierung, Governance und langfristige Koordination miteinander zu verknüpfen.
  2. Wissenschaft und Technik tragen dazu bei, komplexe Übergänge besser steuerbar zu machen.In verschiedenen Sektoren, darunter Gesundheit, Ernährungssysteme, Energie, Infrastruktur und Umweltpolitik, unterstützt wissenschaftliches und ingenieurtechnisches Fachwissen die Umsetzung, indem es Entscheidungsträgern hilft, Zielkonflikte vorherzusehen, die Planung zu stärken, die Koordination zu verbessern und die Politik an veränderte Bedingungen anzupassen.
  3. Starke Institutionen sind die Grundlage für einen nachhaltigen WandelDie in diesem Beitrag vorgestellten Fallbeispiele zeigen, dass nachhaltiger Fortschritt selten allein durch vereinzelte Innovationen entsteht. Eine erfolgreiche Umsetzung hängt von öffentlichen Institutionen, technischer Kapazität, kontinuierlichen Investitionen und Steuerungssystemen ab, die in der Lage sind, Maßnahmen sektorübergreifend und langfristig zu koordinieren.
  4. Partizipation und Kooperation stärken die Widerstandsfähigkeit und die UmsetzungViele der überzeugendsten Beispiele verbanden wissenschaftliche Expertise mit lokalem Wissen, der Beteiligung der Bevölkerung und sektorübergreifender Zusammenarbeit. Internationale wissenschaftliche Kooperation, inklusive Regierungsführung und Vertrauen in wissenschaftliche Erkenntnisse bleiben unerlässliche Grundlagen für gemeinsames Handeln im Rahmen der Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs).
  5. Die Grundlagen für den Wandel sind vorhanden und müssen erhalten und ausgebaut werden.Die in diesem Beitrag dargestellten Erfahrungen zeigen, dass in verschiedenen Kontexten bereits praktische Wege zu einer widerstandsfähigeren, gerechteren und nachhaltigeren Zukunft beschritten werden. Die entscheidende Herausforderung bis 2030 besteht darin, ob diese Bemühungen durch stärkere Institutionen, Finanzierungssysteme und langfristiges politisches Engagement unterstützt werden können.

Foto von Monojit Duttavon Unsplash